Rechtsanwälte für Verkehrsrecht in Lingen:
Rechtsanwaltskanzlei Gerlach & Kollegen

 

 

Messgeräte zur Geschwindigkeitsmessung

Die Geschwindigkeitsüberschreitung gehört zu den  am häufigsten geahndeten Ordnungswidrigkeiten – nicht nur Vielfahrer sehen sich mit einem Bußgeldverfahren oder Fahrverbot konfrontiert.

Die den Geschwindigkeitsverstößen zugrundeliegenden Geschwindigkeitsmessungen erfolgen auf unterschiedliche Weise: mit Radar und Laser,  mit Lichtschranken oder durch in die Fahrbahn eingebaute Sensoren oder auch durch nachfahrende Polizeiwagen.

Die nachfolgenden Informationen zu den  unterschiedlichen Arten der Geschwindigkeitsmessungen zeigen, dass nur derjenige in einem Ordnungswidrigkeitenverfahren erfolgreich gegen ein Bußgeld oder Fahrverbot vorgehen kann, der die Technik der einzelnen „Blitzer“ kennt und versteht.

Geschwindigkeitsmessung mit Radar

Die sog. Radarmessung ist eine oft eingesetzte Geschwindigkeitsmessung: Das Messgerät strahlt über eine Richtantenne eine elektromagnetische Welle aus. Sobald ein Fahrzeug in diesen Radarstrahl gerät, wird die Welle reflektiert und ein kleiner Teil der Strahlung gelangt zurück zur Antenne. Bei diesem Vorgang wird die Frequenz des Strahles verändert. Aufgrund dieser Änderung kann die Geschwindigkeit des Fahrzeugs festgestellt werden. Die gängigsten Radar-Blitzer sind:

  • Multanova 6F
  • Traffipax Speedophot

 

Geschwindigkeitsmessung mit Laser

Geschwindigkeitsverstöße werden häufig auch mit dem Lasermessverfahren festgestellt.

In diesem Falle sendet das Messgerät eine Folge von Laserimpulsen aus, die von dem anvisierten Fahrzeug wieder reflektiert werden. Für jeden ausgesandten Impuls wird die Laufzeit bis zum Wiedereintreffen am Messgerät gemessen und anhand von Veränderungen dieses Zeitraumes kann dann die Geschwindigkeit ermittelt werden. Die bekanntesten Laser-Blitzer sind:

  • Leivtec XV3
  • Riegl FG 21-P
  • Riegl LR90-235/P
  • Vitronic Poliscan Speed

 

Geschwindigkeitsmessung mit Lichtschranken

Einige Messgeräte stellen die Geschwindigkeit der Fahrzeuge durch Lichtschranken fest, und zwar durch eine Weg-Zeit-Berechnung.

Das Messgerät strahlt mehrere Infrarot- oder Laserstrahlen in festgelegten Abständen zur Fahrbahn. Gemessen wird die Zeit, die ein Fahrzeug benötigt, um diese Strahlen zu durchqueren. Anhand dieser Zeit wird dann die Geschwindigkeit ermittelt. Zur Geschwindigkeitsmessung mit Lichtschranken wird am häufigsten das

  • ESO ES 3,0

eingesetzt.

 

Geschwindigkeitsmessungen mit Sensoren und Induktionsschleifen

Die Sensoren- und Induktionsschleifenmessung erfolgt insbesondere über stationäre Blitzer. Im Fahrbahnbelag sind mehrere parallel zueinander verlaufende Koaxialkabel oder Induktionsschleifen eingebracht, die, sobald ein Fahrzeug sie überfährt, Signale an das Messgerät aussenden. Durch den Zeitabstand zwischen den Signalen wird die Geschwindigkeit ermittelt. Solche Messgeräte sind z.B.:

  • Traffiphot S
  • Traffipax TraffiStar S330

 

Geschwindigkeitsmessung durch Nachfahren – ProVida

Geschwindigkeitsmessungen können auch durch nachfahrende Messfahrzeuge erfolgen. Messbeamte folgen dann mit ihrem Fahrzeug, in dem ein Messgeräte eingebaut ist,  dem Fahrzeug  eines Verkehrsteilnehmer und ermitteln so die Geschwindigkeit des vorausfahrenden Fahrzeugs. Es handelt sich um die ProViDa-Technik, mit der das Polizeifahrzeug eine Wegstrecke und die Zeit misst, die das zu messende Fahrzeug  für diese Wegstrecke benötigt. Für dieses Messverfahren wird am häufigsten

  • ProVida 2000 modular 

eingesetzt.

 

Fehlerhafte Geschwindigkeitsmessungen durch Messfehler

Ob Radarfalle, Laserpistole, Lichtschranken- oder Sensormessgerät – nur ordnungsgemäß ermittelte Messdaten dürfen zu Bußgeld und Fahrverbot führen.

Der Verteidiger hat bei einem Fahrverbot daher immer zunächst eine umfassende Überprüfung der Geschwindigkeitsmessung vorzunehmen. Erst wenn keine Zweifel an der ordnungsgemäßen Messung vorliegen, wird der Verteidiger prüfen, ob die Voraussetzungen für ein Absehen vom Fahrverbot gegen Erhöhung der Geldbuße vorliegen und dies gegenüber der Bußgeldbehörde und dem Gericht darlegen. Es ist also erforderlich, dass der Anwalt, will er einen Freispruch für seinen Mandanten erreichen, sich detailliert mit der Bußgeldakte auseinandersetzt. Durch intensive Recherche im Einzelfall erreicht der erfahrene Anwalt im Verkehrsrecht in vielen Fällen,  dass Bußgeldbescheide zurückgenommen oder Verfahren eingestellt werden müssen oder schließlich ein Freispruch erzielt wird. 

Zahlreiche Medienberichte machten bereits darauf aufmerksam, mit welch großer Häufigkeit Geschwindigkeitsmessungen fehlerhaft und somit Bußgeldbescheide und Fahrverbote unberechtigt sind.

  • Wir nehmen für Sie Akteneinsicht in die Bußgeldakte
  • Wir prüfen,
    ob die Geschwindigkeitsmessung technisch verwertbar ist,
    ob die Beweisführung mängelbehaftet ist,
    ob der Bußgeldbescheid Formfehler aufweist.
  • Wir beraten Sie rechtssicher und kompetent.
  • Wir vertreten Sie vor allen deutschen Bußgeldbehörden.
  • Wir korrespondieren mit Rechtsschutzversicherungen und holen die  Kostenschutz- und Deckungszusagen ein.
  • Wir helfen Ihnen, ein Bußgeld oder auch ein Fahrverbot zu vermeiden.

 

Wir informieren Sie über Ihre Möglichkeiten, Erfolgsaussichten und selbstverständlich auch über die zu erwartenden Kosten. 
Nehmen Sie Kontakt zu uns auf! Wir vereinbaren gerne einen zeitnahen Besprechungstermin mit Ihnen.